Familienbegleitung

 

Schwerstkranke oder unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche und ihre Familien werden von ehrenamtlichen HospizhelferInnen, sog. Familienbegleiterinnen, unterstützt und betreut.

 

Diese kommen zu Ihnen und bieten Unterstützung und Hilfe für Sie als betroffene Familie, Ihr erkranktes Kind sowie die Geschwisterkinder.


Familienbegleiter schenken Ihnen die Zeit, die Sie benötigen und leisten oft ganz praktische Hilfe im Alltag. Die Betreuung der betroffenen Familien erfolgt solange Bedarf besteht. Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Auch in der letzten Lebensphase haben Menschen Wünsche – wir helfen, sie lebendig zu machen für intensive Momente. Und gerade wenn es um ein erkranktes Kind geht, stärken wir die Eltern als diejenigen, deren Verantwortung, Sorge und Wissen um ihr Kind maßgebend ist.

 

Wenn Sie Hilfe und Unterstützung wünschen, dann rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns einfach eine Email.

 


Was wir tun...

Unsere Motivation sich mit der Problematik der Kindertrauer als Familienbegleiter auseinanderzusetzen, rühren von unterschiedlichsten Erfahrungen und Erlebnissen privater oder auch beruflicher Natur.

 

Das Leben mit einem Kind, das als schwerstmehrfach oder und lebensverkürzt erkrankt zur Welt kommt, stellt die gesamte Familie immer wieder vor großen Herausforderungen in dieser Krisenzeit.

 

 

Es fehlt an Zeit- für die Geschwisterkinder

 

Es fehlt an Zeit- für den Ehepartner

 

Es fehlt an Zeit- für gemeinsame Unternehmungen.

 

Alles dreht sich um das „kranke Kind“.

 

 

Als Familienbegleiter können wir Zeit anbieten, um zum Beispiel  für das Geschwisterkind da zu sein. Es kann mit uns aktiv sein, z. B.  ein Bilderbuch anschauen, ein Spiel mit kreativen Gestaltungsideen erleben oder was immer gerade bei diesem Kind Thema ist.

 

 

Im gemeinsamen Tun sind unsere Ohren weit geöffnet, um auf  nicht ausgesprochenen Fragen oder Ängste sensibel zu reagieren.

 

Die Eltern können  diese Zeit für sich nutzen, um in Ruhe einzukaufen oder einen Besuch erledigen oder was gerade für sie ansteht.

 

 

Oft haben Eltern das Gefühl nur sie verstehen ihr „krankes“ Kind. Es bestehen wenige Gelegenheiten mit anderen Menschen über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen.

 

Mit uns können Eltern und Kinder ins Gespräch kommen, denn wir sind mit der Thematik Abschied nehmen und Loslassen vertraut.

 

 

Nicht selten entstehen in einer Partnerschaft tief greifende Probleme, wenn ein Kind lebensverkürzt erkrankt.

 

 

Frauen trauern oft anders als Männer, es entwickeln sich Missverständnisse innerhalb der Familie, die oft nicht geklärt werden. Manchmal ist es gut, wenn eine Außenstehende Person da ist und unterschiedliche Wahrnehmungen der Partner anspricht, Verständnis aufbringt in der Krisenzeit.

 

 

Folgender Text von Janusz Korczak bringt dieses sensible Thema über den Umgang mit Kindern auf den Punkt.

 

 

 

 

 

Ihr sagt:

 

»Der Umgang mit Kindern ermüdet uns.«

 

Ihr habt recht.

 

Ihr sagt:

 

»Denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt
      hinuntersteigen.

 

Hinuntersteigen, uns herabneigen,

 

beugen, kleiner machen.«

 

 

 

Ihr irrt euch.

 

Nicht das ermüdet uns.
      Sondern dass wir zu ihren Gefühlen

 

emporklimmen müssen.

 

Emporklimmen, uns ausstrecken,

 

auf die Zehenspitzen stellen,

 

hinlangen.

 

Um nicht zu verletzen.

 

 

 

(Janusz Korczak)

 


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